„Für Puja Leckerlis würde unsere Hündin Cannella alles verwetten!“

Charles Schibalski, Tierarzttipps

17.03.22

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Alles über Phosphate im Futter



Alles über Phosphate im Futter


Wusstest du, dass in Snacks und Fertigfutter häufig Zusatzstoffe verwendet werden, die die Nierengesundheit deiner Katze und deines Hundes schädigen können? Die Rede ist von anorganischen Polyphosphaten, die gerne als Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe verwendet werden. Wir bei Puja garantieren dir Futter, das komplett ohne diese Zusatzstoffe auskommt.

Was sind Phosphor und Phosphate?
Phosphor ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, der u.a. eine wichtige Rolle in vielen Stoffwechselprozessen spielt. Unter Phosphaten versteht man den gebundenen Phosphor. Unterschieden werden hier landläufig organische und anorganische Phosphate. Organische Phosphate sind die, die in tierischem und pflanzlichem Gewebe vorkommen. Von anorganischen Phosphaten spricht der Tierernährer, wenn er Polyphosphate meint, die Futtermitteln (Alleinfuttermittel, Diätfuttermittel, Snacks) vor allem als Geschmacksverstärker zugesetzt werden.

Warum sind die anorganischen Polyphosphate schlecht für meine Fellnase?
Phosphor aus Polyphosphaten wird besonders schnell und in sehr großer Menge vom Körper aufgenommen. Dieses zuviel muss dann über die Nieren ausgeschieden werden, was die Nierenzellen langsam, aber sicher schädigt.

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Willst du mehr erfahren und tiefer in das Thema eintauchen? Im Ratgeber von unserer Fachtierärztin Dr. Stephanie Schmitt erfährst du alle Hintergründe.
Seit Einführung des Fertigfutters ist insgesamt die Lebensqualität und Lebenserwartung unserer Fellnasen deutlich gestiegen. Mangelerkrankungen sehen Tierärzte nur noch sehr selten und dann meist bei Tieren, die nicht mit einem kommerziellen Fertigfutter ernährt werden.
Seit den frühen 1980ern, seit quasi in jedem Tierhaushalt Fertigfutter gefüttert wird, hat die Anzahl der chronischen Niereninsuffizienzen drastisch zugenommen. Bis zu 50 % der Katzen über 12 Jahren leiden an einer chronischen Niereninsuffizienz, bei Hunden sind es bis zu 5,7 %. Damit zählt die chronische Niereninsuffizienz insbesondere bei Katzen zu der wichtigsten Organerkrankung bei älteren Tieren.
In den letzten 10 Jahren hat sich herausgestellt, dass ein Stoff im Fertigfutter eine große Mitschuld bei der Entwicklung einer chronischen Niereninsuffizienz trägt. Eigentlich ist es nicht ein Nährstoff, sondern eine bestimmte Nährstoffgruppe: die anorganischen oder hochlöslichen Phosphate oder auch Polyphosphate.
Phosphor ist ein Mengenelement, das essentiell für jedes Lebewesen ist. Es spielt eine wichtige Rolle in verschiedenen Stoffwechselprozessen. Auf Phosphor verzichten, ist daher nicht möglich und auch gar nicht sinnvoll. Da stellt sich die Frage, warum Phosphor dann ein Problem verursachen kann.
Um das zu verstehen, müssen wir erstmal ein paar Basics der Verdauung durchgehen.
Zunächst muss man wissen, dass Mineralstoffe immer in gebundener Form vorkommen. Sie haben sozusagen einen Partner, mit dem sie unterwegs sind. Der bekannteste Partner von Phosphor ist Calcium, gemeinsam bilden sie Knochen. Phosphor kann sich aber auch mit anderen Partnern zusammentun, z.B. mit Kalium und Natrium.
Ebenso wichtig zu wissen ist, dass Mineralstoffe nicht mit ihrem Partner gemeinsam im Darm resorbiert werden können. Sie müssen sich erst voneinander lösen, um sich dann mit ihrem passenden Rezeptor im Darm zu treffen. Nur dann können sie über die Darmwand ins Blut aufgenommen werden. Die Bindung zwischen den Mineralstoffpartnern wird entweder schon durch das Wasser im Speichel oder aber erst durch die Salzsäure im Magen gelöst. Manche Partner hängen auch so sehr aneinander, dass sie sich selbst in der Salzsäure nicht hundertprozentig voneinander lösen. Auch hier ist das bekannteste Beispiel das Calciumphosphat, das im Knochen vorkommt.
Je früher und stärker diese Trennung stattfindet, desto mehr kann der Körper von dem Mineralstoff resorbieren. Man kann sich den Dünndarm in diesem Zusammenhang wie einen Fluss vorstellen, in dem die Nährstoffe vorbeischwimmen und von Enzymen und Transportern eingefangen werden müssen. Der Fluss bleibt nie stehen und wenn das Ende des Dünndarms erreicht wird und jemand sich von seinem Partner noch nicht getrennt hat, dann geht er in den Dickdarm über und kann dort nicht mehr resorbiert werden. Der Nährstoff wird dann mit dem Kot ausgeschieden.

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Was für Phosphate gibt es?
Generell unterscheiden wir organische und anorganische Phosphate. Bei organischen Phosphaten handelt es sich um jene, die in Pflanzen und tierischem Gewebe vorkommen. Bei den sogenannten anorganischen Phosphaten handelt es sich um Phosphorsalze. Unter dem Begriff Salz versteht man hier die chemischen Eigenschaften dieser Phosphate. Einige dieser Phosphate enthalten besonders viel Phosphor und heißen daher Polyphosphate (Viel-Phosphate).
Im Gegensatz zu den organischen Verbindungen, sind die anorganischen Verbindungen sehr leicht löslich. Manche Polyphosphate lösen ihre Verbindung in weniger als einer Minute in Wasser auf. Man kann also sagen, dass sie sich bereits im Moment der Nahrungsaufnahme von ihrem Partner trennen und dann natürlich auch zur Resorption zur Verfügung stehen. Wie oben bereits erklärt, kann von diesen Phosphaten also besonders viel resorbiert werden. Von den anorganischen Phosphaten kommt folglich nach der Fütterung mehr im Blut an als von den organischen Phosphaten.
Was jetzt das Problem ist, haben wir damit aber immer noch nicht geklärt.
Hierfür muss man sich anschauen, wie der Phosphor Stoffwechsel funktioniert.
Der Körper strebt eine sogenannte Homöostase an, das heißt, er will in sich stabil sein. Nur wenn alles stabil gehalten wird, können die Körperfunktionen optimal gewährleistet werden. Wenn nun von irgendeinem Nährstoff sehr viel mit der Nahrung aufgenommen wird, will der Körper einen großen Teil davon möglichst schnell wieder loswerden. Hinzu kommt, dass ein Phosphorüberschuss im Blut zu Gewebeschäden führt. Um Phosphor also wieder auf einen bestimmten Gehalt im Blut zu senken, wird er über die Niere ausgeschieden. Hierfür hat der Körper sehr gute Regulierungsmechanismen. Wenn diese jedoch im Übermaß beansprucht werden, weil sehr viel Phosphor auf einmal ins Blut aufgenommen wird, schädigen sie über sehr komplexe Vorgänge die Nieren.
Vereinfacht kann man hier sagen: wenn sehr viel Phosphor ins Blut aufgenommen wird, muss auch sehr viel Phosphor ausgeschieden werden, was wiederum die Nierenzellen langsam, aber sicher zerstört.

Warum finden sich anorganische Phosphate im Tierfutter?
Die anorganischen Phosphate werden den meisten Futtermitteln (Alleinfuttermitteln, Diätfuttermitteln, Snacks) am Markt zugesetzt. Sie dienen als Phosphorquelle, aber auch zur Zahnsteinprophylaxe, als Wasserbinder oder Geschmacksverstärker. Häufig werden sie in sogenannten Digests verwendet, die auf das Trockenfutter gesprüht werden, damit es besser schmeckt.
Angegeben werden müssen sie nur, wenn sie allein als technologischer Zusatzstoff verwendet werden, z.B. zur Wasserbindung. Wenn sie zumindest teilweise als ernährungsphysiologischer Zusatzstoff (als Phosphorquelle) zugesetzt werden, müssen sie nicht deklariert werden. Ein Blick auf die Packung hilft also in der Regel leider nicht, wenn man wissen will, ob im Futter des eigenen Lieblings solche Phosphate verwendet werden.
Übrigens: nicht nur Tierfutter ist von der Problematik betroffen, auch in unzähligen Lebensmitteln, insbesondere Fertigprodukten, für Menschen werden anorganische Phosphate verwendet. Sie haben vor einigen Jahrzehnten Nitrit/Nitrat vielfach abgelöst, als man herausfand, dass die nicht das Beste für die Gesundheit sind. Damals dachte man noch, die Phosphate wären unschädlich. Heute weiß man, dass sie auch beim Menschen Mitschuld tragen am Entstehen einer chronischen Niereninsuffizienz und auch mitverantwortlich sind für die Osteoporose im Alter.

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Wir von Puja garantieren euch, dass alle unsere Produkte frei von hochlöslichen, anorganischen Phosphaten sind. Zusätzlich könnt ihr von unseren VITALITY Snacks jederzeit den Gehalt an Phosphor, sowie an allen Mengenelementen nachfragen und wir schicken ihn euch zu. Ihr könnt euch daher sicher sein:
Puja Produkte schlagen bei gesunden Tieren nicht auf die Nieren!
Wenn eure Fellnase bereits an einer Niereninsuffizienz erkrankt ist, holt euch bitte Rat bei eurem Fachtierarzt für Tierernährung und Diätetik, welche Puja Snacks für euer Tier individuell geeignet sind.

Unterstütze deinen Liebling mit unserer leckeren Nahrungsergänzung:


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